Wal-Mart: Hurrikane schmälern Gewinn nur ein bisschen - DER SPIEGEL
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Wal-Mart Hurrikane schmälern Gewinn nur ein bisschen

80 Millionen Dollar hat der Wiederaufbau nach den verheerenden Hurrikans gekostet. Doch diese Summe hat Wal-Mart locker weggesteckt. Dank kräftig gestiegener Umsätze hat der weltgrößte Einzelhändler seinen Gewinn im abgelaufenen Quartal noch einmal gesteigert.
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Chicago - Der Netto-Gewinn sei im dritten Quartal auf 2,4 Milliarden Dollar oder 57 Cent je Aktie gestiegen, teilte das Unternehmen heute in Chicago mit. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres hatte der Gewinn noch 2,3 Milliarden Dollar betragen. Das Ergebnis blieb im Rahmen der Erwartungen der Analysten. Sie hatten ebenfalls mit einem Gewinn von 57 Cent je Aktie gerechnet.

Hauptgrund für das Ertragsplus sei eine Umsatzsteigerung im Konzern von 10,1 Prozent auf 75,4 Milliarden Dollar gewesen, erklärte ein Wal-Mart-Sprecher. Dadurch konnte der Konzern auch Belastungen von rund 80 Millionen Dollar nach Steuern verkraften, die durch Wiederaufbaukosten nach den schweren Wirbelstürmen im Süden der USA und andere Einmalaufwendungen entstanden.

Der Umsatz in den US-Filialen, die seit mindestens einem Jahr bestehen, stieg dagegen nur um 3,8 Prozent. Diese Umsatzzahl gilt im US-Einzelhandel als wesentliche Erlöskennziffer. Traditionell kaufen die US-Verbraucher nach Ablauf der Sommerschulferien besonders viel ein.

Für das laufende vierte Quartal kündigte der US-Riese einen Gewinn zwischen 82 und 86 Cent je Aktie an. Analysten rechnen im Schnitt mit 84 Cent je Aktie.

Trotz der guten Prognose halten sich die Investoren zurück. Seit Jahresbeginn hat die Aktie des Handelskonzerns rund sieben Prozent verloren, weil viele befürchteten, dass das Wachstum unter anderem wegen der gestiegenen Energie- und Transportkosten langsamer verlaufen könnte. Außerdem schließen manche Experten nicht aus, dass wegen mehrerer Gerichtsverfahren erhebliche Kosten auf Wal-Mart zukommen könnten. Gewerkschafter werfen dem Konzern vor, Mitarbeiter schlecht zu behandeln.

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