Wall Street: AOL bricht ein - DER SPIEGEL
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Wall Street AOL bricht ein

Die Quartalszahlen von Intel und IBM entsprachen den Erwartungen, dennoch gab es wieder heftige Verluste an der Wall Street. Diesmal brachen die Kurse von AOL, Time Warner und Yahoo ein.
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New York - "Der Markt fühlt sich ziemlich schlecht", sagte Bill Schneider von UBS Warburg zur derzeitigen Situation an der US-Technologiebörse Nasdaq. "Es gibt noch keine Nachricht, die uns zeigt, dass wir durch das Tal durch sind und wieder wachsende Gewinne sehen können", so Schneider. Am Mittwoch schloss der Nasdaq-Index mit minus 2,3 Prozent wieder deutlich schwächer, auch der Dow Jones ging um 1,5 Prozent zurück.

Eine große Verkaufswelle erwischte die Internet-Werte. Ausgelöst wurde sie von der Lehman-Brothers-Analystin Holly Becker, die sich negativ zum Internetportal Yahoo äußerte. Sie riet trotz des Kursrückgangs der Yahoo-Aktie in den vergangenen Wochen zur Vorsicht. Ihrer Einschätzung nach werden sich die Umsätze von Yahoo verlangsamen und deshalb die Werbeumsätze für Mehreinnahmen sorgen müssen. Dies sei aber bei der derzeitigen Marktsituation nicht zu erwarten. Yahoo rutschten daraufhin mit einem Minus von 11,4 Prozent unter ihren tiefsten Stand seit 52 Wochen.

Die schlimmsten Verluste gab es im Gefolge dieser Meldung für AOL. Die Aktie brach um 17,1 Prozent ein. Für AOL habe sich zudem negativ ausgewirkt, dass das Unternehmen am morgigen Mittwoch Quartalszahlen vorlegen wird und dass es Bedenken in Bezug auf die Zustimmung der geplanten Fusion mit Time Warner gebe. Auch die Time-Warner-Aktie kam in New York stark unter Druck und verbilligten sich um 15,7 Prozent.