Wall Street: Experten rechnen mit 250.000 Entlassungen - DER SPIEGEL
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Wall Street Experten rechnen mit 250.000 Entlassungen

Job-Kahlschlag an New Yorks Börsenmeile: Die Finanzkrise hat an der Wall Street bereits zur Entlassung von über 110.000 Mitarbeitern geführt. Experten vermuten, dass noch viel mehr Jobs verlorengehen - wahrscheinlich bis zu einer Viertelmillion.
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New York - Experten erwarten eine neue Entlassungswelle an der Wall Street. Bis Ende des Jahres könnte die Zahl der Entlassungen auf bis zu 200.000 steigen. Bis zum zweiten Quartal 2009 könne die Zahl sogar auf 250.000 steigen, sagte der Wirtschaftswissenschaftler Michael Williams vom Touro College in New York. Andere Insider schätzen die Lage ähnlich schlimm ein.

"Die Wall Street, wie wir sie kennen, gibt es ehrlich gesagt nicht mehr", sagte Williams. Es gebe nicht mehr genug Geld, um die riesigen Mitarbeiterstäbe zu bezahlen, die sich die Investmentbanken und andere Geldhäuser geleistet hätten. Williams und andere Analysten glauben, dass die US-Finanzindustrie vor der größten Entlassungswelle seit der Weltwirtschaftskrise in den dreißiger Jahren steht.

Allein die US-Bank Goldman Sachs plant offenbar den Abbau von 3000 Stellen. Etwa zehn Prozent der rund 32.600 Beschäftigten müssten gehen, berichtet das "Wall Street Journal" am Donnerstag unter Berufung auf Insider. Die Bank wollte sich gegenüber SPIEGEL ONLINE dazu nicht äußern.

Einer indes behält wegen der Finanzkrise sogar länger seinen Job als gesetzlich vorgesehen: Bürgermeister Michael Bloomberg. Der New Yorker Stadtrat hob am Donnerstag die Beschränkung auf zwei Amtszeiten auf, so dass sich der erfahrene Wall-Street-Händler und Milliardär im November für eine dritte Amtszeit bewerben kann.

Bloomberg, der die Bürgermeisterwahlen 2001 und 2005 gewonnen hatte, will die Stadt durch die wirtschaftlich schwierige Zeit führen. Auch die Mitglieder des Stadtrats können sich für eine neue Amtszeit bewerben.

ssu/AP/Reuters

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