Wall Street: General Electric sorgt für Börsengewitter - DER SPIEGEL
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Wall Street General Electric sorgt für Börsengewitter

Ein mögliches Scheitern der Übernahme von Honeywell durch General Electric hat für Turbulenzen an den New Yorker Börsen gesorgt. Außerdem drücken Gerüchte und Gewinnwarnungen auf die Stimmung der Börsianer.
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New York - Der Dow Jones fiel um 181 Punkte oder 1,7 Prozent auf 10.690 Punkte. Der Nasdaq-Index ging um 76 Zähler oder 3,7 Prozent auf 2044 Punkte zurück. An der New York Stock Exchange wurde sogar die "Uptick-Rule" ausgelöst. Diese Handelsbeschränkungen setzten ein, wenn der Dow Jones um mehr als 200 Punkte fällt. Damit blieb zeitweise der Programmhandel auf die im S&P-500-Index enthaltenen Aktien unterbunden, bis der Verlust auf die Hälfte des Schwellenwertes eingegrenzt war.

Wichtigster Grund für die heftigen Kursverluste war der Streit von General Electic mit der EU-Kommission. Um die Brüsseler Wettbewerbshüter zufrieden zu stellen, hatte General Electric angeboten, Honeywell-Sparten mit 2,2 Milliarden Dollar Umsatz zu verkaufen. Dieses Angebot blieb jedoch weit hinter den Forderungen der EU-Ordnungshüter zurück. Deshalb gab sich General Electric-Konzernchef Jack Welch pessimistisch, dass es doch noch zu einer Transaktion kommen wird.

Die Honeywell-Aktien brachen um 12,21 Prozent auf 37,10 Dollar ein. General Electric-Aktien legten hingegen um 2,11 Prozent auf 48,86 Dollar zu. Der Triebwerkshersteller United Technologies, der sich früher für Honeywell interessiert hatte, kam ebenfalls unter die Räder. Der Wert gab um 3,94 Prozent auf 77,10 Dollar nach. Die Anleger spekulierten, dass der zweitgrößte Flugzeugtriebwerkshersteller nach General Electric möglicherweise wieder bei Honeywell anklopfen könnte. Alle drei Aktien sind im Dow-Jones-Index vertreten.

Gewinnwarnungen einiger Unternehmen wirkten sich ebenfalls negativ aus. Nach Börsenschluss teilte der Glasfaserhersteller JDS Uniphase mit, dass die Umsätze im Vierten Quartal mit 600 Millionen Dollar um ein Sechstel hinter den Erwartungen zurückbleiben würden. Auch Adobe Systems musste darauf hinweisen, dass es im kommenden Quartal wohl keine Umsatzverbesserung geben werde.

Aktien des Nasdaq-Schwergewichts Cisco verloren um 6,73 Prozent auf 17,74 Dollar. Es gab Gerüchte, das auch beim Netzwerkausrüster eine Gewinnwarnung bevorstehe. Papiere des Konkurrenten Juniper Networks sanken um 2,56 Prozent auf 32,30 Dollar. Auch der weltgrößte Chiphersteller Intel musste Abschläge von gaben um 4,99 Prozent auf 27,61 Dollar hinnehmen. In der Softwarebranche verloren Microsoft 2,53 Prozent auf 68,90 Dollar. Oracle gaben um 4,19 Prozent auf 14,85 Dollar nach.

Beim Interneteinzelhändler Amazon vermuten Analysten Bilanzkosmetik. Amazon-Chef Jeff Bezos sei ständig dabei, von der gewaltigen Schuldenlast seines Internet-Kaufhauses abzulenken. Die Aktie gab um 5,88 Prozent auf 13,29 Dollar nach.