Wall Street: Insider-Netzwerk fliegt auf - DER SPIEGEL
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Wall Street Insider-Netzwerk fliegt auf

An der Wall Street ist einer der größten Insider-Skandale seit den achtziger Jahren aufgeflogen: Darin verwickelt sind Mitarbeiter von Großbanken wie UBS, Morgan Stanley und Bear Stearns. 13 Beteiligte sollen jetzt vor Gericht gestellt werden.
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New York - Der Skandal erinnert an den Kultfilm "Wall Street", in dem der fiese Banker Gordon Gekko über illegale Insidergeschäfte Millionen scheffelt. Den Angaben der Behörden zufolge haben etwa ein Anwalt und seine Frau mehr als 15 Millionen Dollar mit illegalem Insiderhandel eingesackt. Unter den Beschuldigten, die sich vor Gericht verantworten sollen, seien außerdem Manager von UBS   und Morgan Stanley  , teilte die Staatsanwaltschaft in New York mit. Die Beschuldigten hätten mehrere Millionen Dollar illegal in die eigene Tasche gewirtschaftet. Die US-Börsenaufsicht (SEC) erhob dieselben Vorwürfe und startete ein Zivilverfahren.

Der Insider-Ring sei einer der größten, den die Behörden seit Mitte der achtziger Jahre entdeckt haben, erklärte Linda Chatman Thomson, von der SEC. "Doch das Alarmierende ist nicht nur das Ausmaß der Machenschaften, sondern - traurigerweise - wer im Zentrum des Rings steht."

Der Behörde zufolge arbeiteten die Beschuldigten mit gestohlenen Informationen von UBS und Morgan Stanley . Diese nutzten sie demnach dafür, Handel zu betreiben, bevor Herauf- oder Herabstufungen von Papieren durch UBS-Analysten bekannt oder Firmennachrichten von Morgan-Stanley-Kunden publiziert wurden. Aus Kreisen verlautete, zwölf der Verdächtigen seien bereits festgenommen worden. Sie sollten aller Voraussicht nach noch gestern einem Richter vorgeführt werden.

ase/Reuters/Ap