Warner Music: EMI erhält neue Übernahmeanfrage - DER SPIEGEL
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Warner Music EMI erhält neue Übernahmeanfrage

Neues Kapitel in einer unendlichen Geschichte: Der US-Musikkonzern Warner Music hat sein Interesse an einem Übernahmeangebot durch Konkurrent EMI bekundet. Der ist auch durchaus angetan - allerdings haben die beiden schon mehrfach erfolglos versucht zu fusionieren.
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London (dpa) - Warner Music  sei erneut an EMI   wegen einer möglichen Übernahme herangetreten. Noch sei aber offen, ob der weltweit drittgrößte Musikkonzern EMI auch tatsächlich ein konkretes Angebot für den US-Konkurrenten abgeben werde, teilte EMI in London mit. EMI hat Künstler wie Robbie Williams und Norah Jones unter Vertrag und vertreibt auch die Musik der Beatles. Auch Warner Music hat heftige Probleme. Trotzdem kämpft der britische Konzern mit schweren Problemen. Seit Jahresbeginn musste er wegen schwacher CD-Verkäufe bereits zwei Mal die Prognosen senken. Warner Music geht es allerdings auch nicht viel besser: Anfang des Monats musste das Unternehmen einen Gewinnrückgang für das Quartal von 74 Prozent eingestehen.

Eine Fusion käme für beide deshalb zur rechten Zeit - immerhin würde ein fusionierter Musikkonzern der International Federation of the Phonographic Industry zufolge dann 25 Prozent des Marktes beherrschen. Allerdings haben die beiden Konkurrenten den Schulterschluss schon mehrfach vergeblich geübt. EMI und die Warner Music Group haben seit Anfang des Jahrzehnts schon mindestens drei Mal versucht, zu fusionieren. Zuletzt hatten sie im Juli 2006 wegen Kartellbedenken auf ein Zusammengehen verzichtet.

Analysten bezweifeln, dass der jetzige Annäherungsversuch erfolgreicher verlaufen wird als die vorangegangenen. Vergangenen Sommer hatte der Europäische Gerichtshof schon die Genehmigung für den Zusammenschluss der beiden Musiksparten von Sony   und Bertelsmann für nichtig erklärt, weil deren Prüfung fehlerhaft gewesen sei. Die beiden Unternehmen haben gegen die Entscheidung Berufung eingelegt. EMI hatte im vergangenen Jahr ein Übernahmeangebot des Finanzinvestors Permira abgelehnt, weil der Musikkonzern mit dem Preis nicht zufrieden war.

ase/AP/dpa