Wechselspielchen Mercedes-Mitarbeiter sollen zu Airbus
Stuttgart - Eine DaimlerChrysler-Sprecherin erklärte, es gebe entsprechende Gespräche mit Airbus. Es gehe um hoch qualifizierte Ingenieure aus Sindelfingen und Stuttgart sowie um gewerbliche Mitarbeiter aus Bremen und Hamburg. Es könnten "vorsichtig geschätzt" 500 Mitarbeiter einen neuen Job finden, sagte auch das DaimlerChrysler-Aufsichtsratsmitglied Udo Richter. Er ist Betriebsratschef des Mercedes-Werkes in Bremen.
Airbus habe schon Anforderungsprofile an Mercedes Verschickt, hieß es. DaimlerChrysler hält etwa 30 Prozent an EADS, dem Mutterkonzern des Flugzeugherstellers.
Turbozuschlag für Blitz-Kündiger
Die Gespräche über ein freiwilligen Ausscheiden mittels Abfindungen laufen bei Mercedes bisher schleppend. Nach Zeitungsberichten haben im Werk Sindelfingen bisher erst 200 Mitarbeiter einen Auflösungsvertrag unterzeichnet. Im Werk Untertürkheim sei die Resonanz auch recht mäßig.
A380 in Frankfurt: Zehntausende bestaunen den Riesenvogel
Ein Sprecher von DaimlerChrysler erklärte dazu: "Wir nehmen uns Zeit für die Gespräche und wollen die Menschen nicht überrumpeln." Wer bis zum Jahresende einen Auflösungsvertrag unterschreibe, bekomme einen "Turbozuschlag" von zehn Prozent.
Der geplante Abbau von 8500 Stellen bei Mercedes-Benz trifft das Werk Sindelfingen am härtesten. Dort sollen von 31.100 Beschäftigten rund 3100 gehen. In Bremen sollen 2700 von den dort 13.400 Arbeitsplätzen gestrichen werden. Im Motoren- und Getriebewerk Stuttgart-Untertürkheim sollen 1100 der 20.000 Arbeitsplätze wegfallen. Betriebsbedingte Kündigungen sind ausgeschlossen, da DaimlerChrysler im vergangenen Jahr einen Beschäftigungspakt bis Ende 2011 für seine Mitarbeiter geschlossen hat.