Wegen Konjunkturflaute Weihnachten ohne Weihnachtsgeld?
Hamburg - Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, droht zahlreichen Beschäftigten in knapp vier Monaten eine "böse Überraschung". Das Blatt zitiert den Präsidenten des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks, Dieter Philipp, mit der Äußerung, in Zeiten schwacher Konjunktur sei es "für die Mitarbeiter vorteilhafter, ihre Arbeitsplätze zu retten, als auf jede tarifliche Sonderzahlung zu pochen".
Der Tarifexperte beim Deutschen Gewerkschaftsbund, Reinhard Dombre, bestätigte der Zeitung, es bestehe "die Gefahr, dass die Arbeitgeber die Konjunkturflaute als Vorwand nehmen, um Sonderleistungen wie das Weihnachtsgeld zu kürzen oder zu streichen". Der Sprecher der Berliner Fachgemeinschaft Bau, Norbert Nickel, kündigte an, aufgrund der Konjunkturflaute würden die Arbeitgeber betriebliche Sonderleistungen wie das Weihnachtsgeld weiter kürzen oder ganz streichen müssen. Dirk-Uwe Klaas, Hauptgeschäftsführer beim Verband der Möbelindustrie, bat bereits um "Verständnis" für Kürzungen oder sogar Streichungen beim Weihnachtsgeld, wenn dadurch Arbeitsplätze erhalten werden könnten.