Weihnachtsshopping 40 Prozent wollen weniger ausgeben
Berlin - 40 Prozent der Deutschen wollten für Weihnachtsgeschenke weniger Geld ausgeben als im vergangenen Jahr, berichtete das Magazin "Stern" am Mittwoch. Lediglich acht Prozent wollen für Geschenke mehr investieren. Die Hälfte peilt Ausgaben in Höhe des Vorjahres an, zwei Prozent sind unentschlossen.
Auch nach Ansicht des Konsumforschers Rolf Bürkl von der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) ist nicht mit einem lebhaften Weihnachtsgeschäft rechnen. "Für den Einzelhandel ist dieses Jahr gelaufen", sagte Bürkl dem Berliner "Tagesspiegel". Kaufzurückhaltung zur Weihnachtszeit träfe die Geschäfte hart. Im November und im Dezember macht der Handel insgesamt ein Fünftel seines gesamten Jahresumsatzes.
Handel rechnet mit Umsätzen über dem Vorjahr
Der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) rechnet wegen der zusätzlichen Einkaufstage im November und Dezember jedoch weiterhin damit, dass die Verbraucher rund 69,6 Milliarden Euro ausgeben. Damit lägen die Umsätze rund eine Milliarde Euro oder 1,3 Prozent über dem Vorjahr.
Die höchsten Umsatzzuwächse erwartet der HDE bei Unterhaltungselektronik und Computerzubehör. Auch bei Spielwaren, Schmuck, Parfümerieartikeln und Büchern ist dem Verband zufolge ein gutes Weihnachtsgeschäft zu erwarten.
Eine echte Trendwende sieht der HDE jedoch noch nicht: "Die Geschäfte spüren, dass die Kaufbereitschaft der Kunden zunimmt, aber der Knoten ist noch nicht geplatzt." Trotz des erwarteten Plus zu Weihnachten geht der HDE im Gesamtjahr von einem Rückgang der Verkäufe um 0,5 Prozent aus.