Weltbank Wolfowitz gibt Afrika höchste Priorität
Washington - Die Not des Afrikas sei größer als die jeder anderen Weltregion, sagte Wolfowitz vor Journalisten. Der bisherige stellvertretende US-Verteidigungsminister wird am Mittwoch den Posten als Weltbank-Chef übernehmen.
Ein Element um die Not zu lindern sei Wirtschaftsförderung, sagte Wolfowitz bei seinem ersten Treffen mit Medienvertretern seit seiner Nominierung. Mehrere afrikanische Länder hätten schon gezeigt, dass sie auf einen Wachstumspfad kommen können. Die nachhaltige Wirtschaftsentwicklung sei ein Teil der Lösung im Kampf gegen die Armut. Dazu müsse die Korruption rigoros bekämpft werden.
Der 61-Jährige will in den nächsten Wochen nach Afrika reisen, um sich selbst ein Bild zu machen. Zum wirtschaftlichen Erfolg habe die Weltbank auch in Ländern des Nahen Osten einen wichtigen Beitrag zu leisten, fügte Wolfowitz hinzu.
Gleichzeitig erteilte er einem umfassenden Umbau der Weltbank eine Absage. Die Organisation sei in einem "großartigen Zustand" mit der klaren Aufgabe die globale Armut zu bekämpfen, sagte Wolfowitz.
Wolfowitz' Nominierung als Chef der Weltbank war lange umstritten. Der US-Politiker gilt als einer der Architekten des Irak-Kriegs. Auch werden Wolfowitz nur geringe Erfahrungen in Sachen Entwicklungshilfe nachgesagt.