Welteke zum Euro: "Der steigt auch wieder" - DER SPIEGEL
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Welteke zum Euro "Der steigt auch wieder"

Bundesbankpräsident Ernst Welteke gibt Entwarnung: Es gebe keinerlei Grund, sich um den Euro Sorgen zu machen. Der schwächele zwar gegenüber dem Dollar, aber das sei sogar gut für die exportorientierte Wirtschaft.
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Hamburg - Die Bundesbürger brauchen sich nach den Worten von Bundesbankpräsident Ernst Welteke keine Sorgen über die Stabilität des Euro machen. Die momentane Schwäche des Euro gegenüber dem US-Dollar sei ökonomisch klar nachzuvollziehen und habe für die Masse der Bevölkerung keine negativen Auswirkungen, sagte Welteke in einem Interview des Nachrichtensenders n-tv am Sonntag. Für viele exportorientierte Branchen sei die Euro-Schwäche sogar positiv.

Zuversichtlich äußerte sich der Bundesbankpräsident über die weitere Entwicklung der europäischen Einheitswährung. "Wir sind in der Lage, die innere Stabilität des Euro zu gewährleisten." Die europäische Zentralbank funktioniere mit ihrer Strategie und mit ihren Instrumenten. "Der Außenwert des Euro wird sich wieder nach oben entwickeln, weil wir deutlich einen großen Außenhandelsüberschuss erzielen, die USA aber ein Außenhandelsdefizit", sagte Welteke in dem Interview. Die Wachstumsraten in den USA und in Europa würden sich angleichen. Damit werde auch der Außenwert des Euro steigen.

Meinungsäußerungen am Rande des Wirtschaftstreffens von Davos in der vergangenen Woche, nach denen die augenblickliche Schwäche des Euro auf die Spendenaffären der CDU zurückzuführen sei, widersprach Welteke: "Das halte ich für übertrieben. Aber dass diese Affären das Ansehen Deutschlands im Ausland nicht mehren, das kann man feststellen." In den Köpfen internationaler Anleger könnten diese Vorgänge Auswirkungen haben, indem "man nicht genügend Vertrauen in die Bundesrepublik Deutschland hat und sich deshalb andere Regionen in der Welt für sein Investment aussucht", sagte Welteke.