Welthandel Billige Rohstoffe senken Importpreise drastisch
Hamburg - Die Einfuhrpreise sanken im Februar so stark wie seit 1999 nicht mehr: Wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte, gingen sie um 6,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat zurück. Dies war das höchste Minus gegenüber dem Vorjahr seit Januar 1999 - damals betrug das Minus 6,6 Prozent.
Umschlagplatz Hamburger Hafen: Rohstoffe und Lebensmittel billiger
Foto: REUTERSIm Januar 2009 und im Dezember 2008 hatte der Rückgang bei 5,4 Prozent beziehungsweise 4,1 Prozent gelegen. Gegenüber Januar sank der Einfuhrpreisindex geringfügig um 0,1 Prozent.
Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr sei insbesondere auf die gesunkenen Preise für importierte Energieträger zurückzuführen: Hier stellten die Statistiker ein Minus von 25,6 Prozent fest. Im Vorjahresvergleich sanken die Preise beispielsweise für Rohöl um 46,3 Prozent. Mineralölerzeugnisse verbilligten sich um 41,2 Prozent. Dagegen war Erdgas auch im Februar teurer als im Vorjahr (plus 18,0 Prozent).
Viele importierte Lebensmittel wurden ebenfalls billiger. Die Getreidepreise fielen um 35,4 Prozent, Milch und Milchprodukte waren 14,8 Prozent günstiger zu haben.
Auch die Exporte verbilligten sich, allerdings nicht so stark wie die Importe: Der Index der Ausfuhrpreise sank im Februar um 1,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Januar hatte das Minus bei 0,9 Prozent gelegen.