Weltkonjunktur Währungsfonds hebt Prognose an
Washington - Noch wächst die Weltwirtschaft stärker als erwartet: Wegen der großen Nachfrage von Industrie und Verbrauchern zu Jahresbeginn wird sie in diesem Jahr um 4,1 Prozent zulegen, sagt der Internationale Währungsfonds (IFW) in der aktualisierten Fassung des World Economic Outlook voraus. Damit korrigiert der IWF seine eigene Prognose vom April dieses Jahres um 0,4 Prozent nach oben.
Auch die deutsche Wirtschaft soll demnach in diesem Jahr mehr wachsen. Statt 1,4 erwartet der IWF nun satte zwei Prozent. 2009 soll es jedoch nur noch ein Plus von einem Prozent geben. Auch die globale Konjunktur wird sich nach Meinung des IWF im kommenden Jahr abkühlen. Dann erwartet der IWF nur noch 3,9 Prozent. "Das weltweite Wachstum wird sich in der zweiten Hälfte 2008 erheblich verlangsamen, bevor es 2009 allmählich wieder Fahrt aufnimmt", urteilen die Experten.
Auch für die Vereinigten Staaten hat der IWF seine Prognose in diesem Jahr überraschend stark angehoben. Statt 0,5 Prozent mehr Wachstum erwartet der Fonds für die größte Volkswirtschaft der Welt nun ein Plus von 1,3 Prozent. 2009 wird sich das Wachstum allerdings auch dort verlangsamen. Die Experten gehen nur noch von 0,8 Prozent mehr aus. Die US-Wirtschaft werde sich auch wegen des nachlassenden Konsums abschwächen. Dafür sind nach Meinung der Experten unter anderem steigende Energie- und Lebensmittelpreise verantwortlich.
Als Grund für die Teuerung nennen die Experten Angebot und Nachfrage, nicht Spekulanten: Demzufolge gebe es "keine stichhaltigen Beweise", dass das Interesse der Investoren an Öl und anderen Rohstoffen den Preistrend beeinflusse.
cvk/dpa-AFX/ddp/Reuters