Weltweite Übernahmen: ArcelorMittal auf Einkaufstour - DER SPIEGEL
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Weltweite Übernahmen ArcelorMittal auf Einkaufstour

Kokshersteller in den USA, neues Stahlwerk in Mexiko: ArcelorMittal, weltgrößter Stahlkonzern, expandiert mit hoher Geschwindigkeit. In China muss das Unternehmen jetzt allerdings einen Rückschlag hinnehmen.
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Luxemburg/Peking - ArcelorMittal hat das Kokswerk des US-Herstellers Coppers in Monessen im Bundesstaat Pennsylvania für 160 Millionen Dollar gekauft. "Das ist ein wichtiger Schritt zur Stärkung unseres Selbstversorgungsgrades bei Koks angesichts der starken Nachfrage nach Koks", teilte das Unternehmen am Montag in Luxemburg mit.

Erst im Juli hatte ArcelorMittal   den Kokshersteller Concept Group im US-Bundesstaat West Virginia gekauft. Koks zur Stahlherstellung ist innerhalb eines Jahres um rund 200 Prozent teurer geworden. Nach Arcelor-Angaben produzierte das Werk in Monessen im vergangenen Jahr rund 320.000 Tonnen Koks. Schon bisher war ArcelorMittal der einzige Kunde.

Zudem baut ArcelorMittal ein neues Stahlwerk in Mexiko. Dafür seien Investitionen von 600 Millionen Dollar vorgesehen. Nach einem geeigneten Standort werde noch gesucht. Das neue Werk soll vor allem Kohlenstoffstahl und Stahlstäbe für den Autobau und das Baugewerbe produzieren. Die Kapazität der Stahlherstellung soll bei einer Million Tonnen liegen.

In China muss ArcelorMittal einen Rückschlag hinnehmen: Die im Dezember angekündigte Mehrheitsübernahme der chinesischen Stahlfirma China Oriental stockt. Die zuständige chinesische Behörde habe die Sechsmonatsfrist für die Genehmigung verstreichen lassen, und das Übernahmeangebot liege auf Eis, sagte ein Sprecher von China Oriental am Monat.

ArcelorMittal-Konzernchef Lakshmi Mittal sagte der "Financial Times Deutschland", Peking könne sich immer noch nicht mit dem Gedanken anfreunden, dass ein ausländischer Konzern einen führenden chinesischen Branchenvertreter kontrolliere: "Wir müssen uns möglicherweise mit weniger zufriedengeben als wir wollten." Aber auch eine Beteiligung von rund 30 Prozent "ist nützlich für uns".

ArcelorMittal und China Oriental hatten sich Ende 2007 geeinigt, dass der Luxemburger Konzern 73,13 Prozent der Anteile an dem chinesischen Stahlproduzenten für rund eine Milliarde Dollar kauft. China Oriental produziert vor allem in der nordchinesischen Provinz Hebei, einem der größten Eisenerzlieferanten im Land. An zwei weiteren chinesischen Stahlfirmen hält ArcelorMittal bereits Minderheitsanteile.

ArcelorMittal beschäftigt nach eigenen Angaben 310.000 Mitarbeiter in mehr als 60 Ländern.

kaz/dpa-AFX/AFP

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