Weltwirtschaftsforum Top-Manager flüchten vor Demonstranten
Bern - Kreise der Schweizer Bundesverwaltung bestätigten am Dienstag Zeitungsberichte, wonach das Treffen von Politikern und Wirtschaftsbossen im Jahr 2002 nicht in der Schweiz stattfinden wird. Der Gründer und Präsident des World Economic Forum (WEF), Klaus Schwab, habe eine Verlegung nach New York gewünscht und dies bereits mit Uno-Generalsekretär Kofi Annan abgesprochen.
Wichtigster Grund ist den Angaben zufolge mangelndes Vertrauen in die Sicherheitsvorkehrungen der Schweizer Behörden. Nach den Terroranschlägen in den USA und massiven Drohungen von Globalisierungsgegnern hat offenbar eine Vielzahl der geladenen WEF-Gäste eine weitere Teilnahme in Frage gestellt.
Bereits in diesem Jahr war es während der Tagung zu massiven Ausschreitungen gekommen, die sich bis nach Zürich erstreckten. Zuvor hatten die zuständigen Behörden von Graubünden ein Demonstrationsverbot verhängt und Davos hermetisch abgeriegelt . Der Sicherheitsaufwand, der sich zuvor auf wenige hunderttausend Franken beschränkt hatte, stieg 2001 auf 7,8 Millionen Franken.
Laut "New York Times" ist für Mittwoch im New Yorker Hotel Waldorf-Astroria eine Pressekonferenz mit Schwab, dem New Yorker Bürgermeister Rudolph Giuliani und dem Gouverneur des Staates New York, George Pataki, geplant. Das Hotel soll auch als Tagungsort des vom 31. Januar bis 5. Februar 2002 stattfindenden Forums dienen.