TELEKOMMUNIKATION Wenige Favoriten
Nach den gigantischen Summen, die europäische Mobilfunkbetreiber für die UMTS-Lizenzen bezahlt haben, sind vielen Anlegern die Telekommunikationsaktien zu riskant geworden. Die Aktien der Unternehmen sind abgestürzt, die Analysten skeptisch. Sie halten nur wenige, ausgewählte Werte für aussichtsreich. So empfiehlt die DG Bank den italienischen Mobilfunkbetreiber Telecom Italia Mobile. Der Konzern hat den größten nationalen Kundenstamm in Europa und ist an Netzen in Frankreich und Spanien beteiligt. In Spanien aber gab es die UMTS-Lizenz praktisch umsonst, und in Frankreich und Italien werden die Nutzungsrechte nach Ansicht von Analysten auf Grund eines anderen Vergabeverfahrens deutlich billiger sein als in Deutschland. Die DG-Bank-Analysten Robert Vinall und Wolfgang Specht raten ihren Anlegern, vor allem die Aktien kleinerer Mobilfunkbetreiber, die hier zu Lande eine Lizenz erworben haben, zu reduzieren. Dazu gehören unter anderem Mobilcom und die finnische Sonera. Die HypoVereinsbank traut dagegen den Aktien der Deutschen Telekom und der France Télécom eine überdurchschnittliche Kurssteigerung zu. Durch den Einstieg ins UMTS-Geschäft wird die Deutsche Telekom nach Ansicht der Analysten Petra Heist und Franz Rudolf ihren Unternehmenswert langfristig gewaltig in die Höhe treiben.