"Wer wird Millionär?": Werbe-Spots drastisch billiger - DER SPIEGEL
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"Wer wird Millionär?" Werbe-Spots drastisch billiger

Wenn jemand mit der Quiz-Show "Wer wird Millionär?" steinreich wird, dann ist es zumindest nicht mehr RTL. Wegen gesunkener Einschaltquoten hat der Sender die Preise für Spots in den Werbepausen um bis zu 23 Prozent gesenkt.
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Köln - Mit den Höchstpreisen für Spots im Umfeld der Jauch-Sendung ist es vorbei. Ab dem kommenden Jahr geht es abwärts mit den Werbe-Tarifen. Eine Sprecherin des Unternehmens IP Deutschland, das für RTL die Werbezeiten vermarktet, bestätigte am Montag einen Bericht des Branchendienstes "Kontakter".

Danach fällt der durchschnittliche Jahrespreis für einen 30-Sekunden-Spot in der ersten Werbeinsel der "Millionär"-Freitagsausgabe auf 60.000 Euro - eine drastische Senkung gegenüber dem bisherigen Preis, 78.000 Euro. Auch das Werben während der Montagsausgabe wird billiger. Hier fällt der 30-Sekunden-Preis in der ersten Werbeinsel um 5,5 Prozent auf 78.000 Euro.

Immer mehr junge Zuschauer schalten ab

Die IP-Sprecherin sagte zur Begründung, dass die Einschaltquoten der Sendung rückläufig seien. Nach IP-Angaben erreicht Günter Jauchs Sendung am Montag derzeit knapp 30 Prozent der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen, die für Privatsender besonders wichtig sind. Zu Spitzenzeiten waren es 35 Prozent. Trotz des Rückgangs seien die Einschaltquoten immer noch hervorragend, betonte die Sprecherin aber.

An die teuersten Werbe-Tarife reichen die Spot-Preise für Jauch-Quizshow ohnehin nicht heran. Nach Mitteilung von IP Deutschland wird der teuerste 30-Sekunden-Spot im kommenden Jahr weiterhin 154.500 Euro kosten. Dieser Werbebeitrag läuft während der Formel-1-Übertragungen, dem attraktivsten Umfeld im deutschen Fernsehen. Hier wiederum gibt es für RTL eine gute Nachricht: Die meisten Formel-1-Spots werden geringfügig teurer.