"Wer wird Millionär?" Werbe-Spots drastisch billiger
Köln - Mit den Höchstpreisen für Spots im Umfeld der Jauch-Sendung ist es vorbei. Ab dem kommenden Jahr geht es abwärts mit den Werbe-Tarifen. Eine Sprecherin des Unternehmens IP Deutschland, das für RTL die Werbezeiten vermarktet, bestätigte am Montag einen Bericht des Branchendienstes "Kontakter".
Danach fällt der durchschnittliche Jahrespreis für einen 30-Sekunden-Spot in der ersten Werbeinsel der "Millionär"-Freitagsausgabe auf 60.000 Euro - eine drastische Senkung gegenüber dem bisherigen Preis, 78.000 Euro. Auch das Werben während der Montagsausgabe wird billiger. Hier fällt der 30-Sekunden-Preis in der ersten Werbeinsel um 5,5 Prozent auf 78.000 Euro.
Immer mehr junge Zuschauer schalten ab
Die IP-Sprecherin sagte zur Begründung, dass die Einschaltquoten der Sendung rückläufig seien. Nach IP-Angaben erreicht Günter Jauchs Sendung am Montag derzeit knapp 30 Prozent der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen, die für Privatsender besonders wichtig sind. Zu Spitzenzeiten waren es 35 Prozent. Trotz des Rückgangs seien die Einschaltquoten immer noch hervorragend, betonte die Sprecherin aber.
An die teuersten Werbe-Tarife reichen die Spot-Preise für Jauch-Quizshow ohnehin nicht heran. Nach Mitteilung von IP Deutschland wird der teuerste 30-Sekunden-Spot im kommenden Jahr weiterhin 154.500 Euro kosten. Dieser Werbebeitrag läuft während der Formel-1-Übertragungen, dem attraktivsten Umfeld im deutschen Fernsehen. Hier wiederum gibt es für RTL eine gute Nachricht: Die meisten Formel-1-Spots werden geringfügig teurer.