Werbe-Analyse "Made in Germany" nicht mehr angesagt
Hamburg - Das geht aus einer Auswertung der Anzeigen im Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL hervor, in denen Werbekunden Bezug auf den "Standort Deutschland" genommen haben. Die vergleichende Untersuchung von über 8000 Anzeigenseiten aus dem Jahr 1994 und den bisherigen Monaten des Jahres 2004 wurde von der Stuttgarter Kommunikationsberatung TecComm vorgenommen.
Der Gesamtumfang der Anzeigen, in denen Werbekunden den Standort Deutschland herausstellen, sank von neun Seiten im Jahr 1994 auf vier Seiten 2004. Ebenfalls rückgängig ist in den untersuchten Imageanzeigen das Thema "Forschung und Entwicklung".
Zuletzt thematisierten nur noch die Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft mbH, die Glashütter Uhrenbetrieb GmbH, die Deutsche BP AG sowie die VNG (Verbundnetz Gas AG) aus Leipzig ausdrücklich den Standort Deutschland.
Es sei "erstaunlich", so TecComm-Geschäftsführer Wolfgang Scheunemann, "wie wenig mit diesem Pfund gewuchert wird." Um "mehr Zuversicht" zu schaffen, müsse sich die Wirtschaft "öffentlich für den Standort stark machen".