Werbeagentur: Springer & Jacoby wechselt den Besitzer - DER SPIEGEL
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Werbeagentur Springer & Jacoby wechselt den Besitzer

Eine der renommiertesten Werbeagenturen Deutschlands steht vor dem Verkauf: Die Anteilseigner von Springer & Jacoby verhandeln exklusiv mit der Kommunikationsagentur Elephant Seven über einen Übernahme.
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Frankfurt am Main - Die Aufsichtsräte von Springer & Jacoby und Elephant Seven hätten exklusiven Übernahmegesprächen zugestimmt, teilte die börsennotierte Elephant Seven heute in Unterhaching bei München mit. Das Unternehmen will sowohl den zum Verkauf stehenden 51-prozentigen Anteil der US-Werbefirma Interpublic an Springer & Jacoby übernehmen als auch die restlichen 49 Prozent, die das Management und die Agentur-Gründer Konstantin Jacoby und Reinhard Springer halten.

Konkurrent Scholz & Friends hatte ebenfalls Gespräche mit Springer & Jacoby geführt, die Verhandlungen aber heute abgebrochen. "Es gab zu wenig Gemeinsamkeiten", begründete Scholz & Friends-Vorstandschef Thomas Heilmann den Schritt im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Reuters.

Springer & Jacoby gehört zu den erfolgreichsten Werbeschmieden des Landes, war aber in den letzten Jahren in eine wirtschaftliche Krise gerutscht. Hintergrund sind Querelen um ein seit Monaten laufendes Effizienzprogramm. Vor wenigen Wochen noch hatte die Geschäftsführung des Hamburger Unternehmens vor Überkapazitäten gewarnt und ein Sanierungsprogramm angekündigt. Die Straffung der internen Strukturen, ein neues Tarifsystem und der Verzicht auf Kreativwettbewerbe wurden allerdings heftig kritisiert. Es hieß, Springer & Jacoby solle zur Billigagentur umgebaut werden.

Das Sanierungsprogramm verunsicherte auch die Kundschaft. Wichtige Partner wie der Axel Springer Verlag und der Bierbrauer Veltins kündigten die Verträge. "Um ihre Fristen zu wahren", wie es in Agenturkreisen hieß. Selbst Mercedes hatte vor kurzem erklärt, die Geschäftsbeziehung auf den Prüfstand stellen zu wollen.