Werbekrieg - DER SPIEGEL
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Werbekrieg

• aus DER SPIEGEL 35/1972
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Von der US-Wettbewerbsbehörde Federal Trade Commission ermuntert, führen Amerikas Markenartikel-Hersteller im Fernsehen einen immer härteren Werbekrieg. Denn viele Unternehmen zählen in ihren Werbespots nicht nur die Vorzüge der eigenen Ware, sondern auch die Nachteile der Konkurrenzprodukte auf. So läßt beispielsweise der Hersteller der S.O.S.-Seifenmarke verkünden, seine Seife sei ergiebiger als Brillo -- eine Seife, deren Fabrikant seinerseits behauptet, keine Seife schäume länger als sie. Noch vor kurzem galt diese unmittelbar vergleichende Werbung als Tabu, da die Produzenten die Vergeltung des angegriffenen Konkurrenten fürchteten. Einige Fernsehgesellschaften in den Vereinigten Staaten verboten sogar, in Werbesendungen den Namen des Wettbewerbers zu nennen. Erst als auf Betreiben der Wettbewerbsbehörde zwei große Fernsehgesellschaften im März dieses Verbot aufhoben, fanden immer mehr Markenartikler an der Werbemasche Gefallen.

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