Werk Leipzig: BMW kassiert Milliarden-Staatshilfe - DER SPIEGEL
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Werk Leipzig BMW kassiert Milliarden-Staatshilfe

Der Münchener Autobauer BMW lässt sich sein Engagement in Leipzig/Halle vergolden. Die deutschen Behörden wollen rund eine Milliarde Mark zur Investition in das neue Automobilwerk beisteuern. Die Genehmigung aus Brüssel steht noch aus.
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Brüssel - Der Sprecher von EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti sagte am Mittwoch, die Anmeldung für die staatliche Finanzhilfe sei jetzt in Brüssel eingegangen. Die Gesamtinvestition liege rund dreimal so hoch. "Die deutschen Behörden wollen den möglichen Fördersatz von 35 Prozent voll ausschöpfen", sagte er in Brüssel.

Sobald die Anmeldung vollständig ist, hat die EU-Behörde zwei Monate Zeit zu entscheiden, ob sie dem Antrag so stattgibt. Bei ernsten Bedenken würde sie eine vertiefte Beihilfeprüfung einleiten, für die sie dann 18 Monate Zeit hätte. Bis dahin dürften die Gelder nicht ausgezahlt werden. Zuletzt hat Monti eine Millionenbeihilfe für die Volkswagen AG in Dresden etwas gekürzt. Über die Chancen einer Genehmigung wollte der Sprecher allerdings nicht spekulieren. Jede Hilfe werde für sich beurteilt, ob sie gerechtfertigt ist, sagte er.

BMW will in Leipzig/Halle vom Jahr 2005 an die neue 3er Reihe fertigen. Zu Produktionsbeginn soll das Werk rund 5500 Mitarbeiter beschäftigen. Bundeskanzler Gerhard Schröder hatte die Standortentscheidung von BMW Mitte Juli als ein "klares Zukunftssignal für Ostdeutschland" bezeichnet.