WestLB: Strafbefehl gegen Friedel Neuber - DER SPIEGEL
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WestLB Strafbefehl gegen Friedel Neuber

Die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft will einen Schlussstrich unter die den WestLB-Skandal ziehen. Die Verfahren gegen Friedel Neuber und seine Kollegen werden voraussichtlich mit Strafbefehlen und Geldbußen abgeschlossen.
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Düsseldorf - Der Vorstand der Bank habe sich bereit erklärt, die strafrechtlichen Folgen zu tragen, teilte die Staatsanwaltschaft am Dienstag in Düsseldorf mit. Die Bank werde auch eine angemessene finanzielle Sanktion akzeptieren. Die Staatsanwaltschaft erwäge daher, das Verfahren ohne Prozess zu beenden.

Die WestLB hatte zuvor mitgeteilt, dass Vorstandsmitglied Rudolf Holdijk das Führungsgremium der Bank verlassen und einen Strafbefehl akzeptieren werde. Dieser kann neben einer Geldstrafe auch eine Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr beinhalten. WestLB-Chef Friedel Neuber ging bei der Bilanzpressekonferenz am Dienstag in Düsseldorf von Geldbußen in Höhe von insgesamt 15 Millionen Mark aus.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt seit 1996 gegen mehrere Vorstandsmitglieder, darunter auch WestLB-Chef Friedel Neuber, wegen des Verdachts der Beihilfe zur Steuerhinterziehung. Dabei geht es um die systematische Verschiebung von Kundenvermögen ins Ausland, um die Quellensteuer zu umgehen.