Wettbewerb: Chef-Regulierer greift Telekom an - DER SPIEGEL
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Wettbewerb Chef-Regulierer greift Telekom an

Der Präsident der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post, Matthias Kurth, übt scharfe Kritik an der Deutschen Telekom. Der ehemalige Monopolist verzögere den Wettbewerb im Ortsnetz, lautet sein Vorwurf.
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Hamburg - "Man kann da schon auf den Gedanken kommen, dass da auf Zeit gespielt wird", sagte Kurth der "Financial Times Deutschland". Die Telekom   strenge in wichtigen Fällen regelmäßig Eilverfahren an, die die Umsetzung von Behörden-Entscheidungen blockiere. "Wir haben dadurch massive Probleme."

Kurth spielt damit unter anderem auf zwei Eilverfahren gegen die Behörde an, bei denen es um zentrale Fragen des Wettbewerbs im Orts- und Festnetzes geht - ein Teilmarkt von rund 60 Milliarden Mark.

Die Telekom hält im Ortsnetz einen Marktanteil von 98,5 Prozent und vermietet die Leitungen an die Konkurrenz, da das Verlegen eigener Leitungen die Mitbewerber zu teuer kommt.

Gegen den Vorwurf von Konkurrenten, die Telekom wickele Aufträge bei Mietleitungen nicht rasch ab, nahm Kurth die Telekom hingegen in Schutz. Von 12.000 Aufträgen habe sie die meisten abgearbeitet. Da stünden nur noch 200 aus, sagte Kurth hierzu. Weil die Telekom aber die Umschaltung verzögere, wolle die Behörde in den neuen Musterverträgen schärfere Sanktionen vorsehen. Kurth: "Die Möglichkeit für zivilrechtliche Schritte wie etwa Schadenersatz muss unbedingt ausgeweitet werden."

Ein Sprecher der Telekom zeigte für dieses Ansinnen wenig Verständnis: "Wenn die Regulierungsbehörde etwas entscheidet, dann können wir das nicht immer sofort umsetzen."