Wettbieten um Kühne & Nagel - DER SPIEGEL
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Wettbieten um Kühne & Nagel

• aus DER SPIEGEL 24/1981
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Deutschlands größte Privat-Spedition Kühne & Nagel soll bis Ende Juni unter englische Kontrolle geraten. Firmenerbe Klaus-Michael Kühne möchte die Gruppe mit weltweit 8500 Beschäftigten an den britischen Mischkonzern Lonrho verkaufen, der sein Geld mit Goldbergwerken, Hotels und Plantagen verdient. Für die Hälfte seines Frachtimperiums will Kühne 90 Millionen Mark kassieren. Außerdem wird ihm Lonrho etwa 30 Millionen borgen. Als Sicherheit muß Kühne den Londonern die zweite Firmenhälfte verpfänden. Auf diese Weise kann Kühne die Verluste von über hundert Millionen Mark ausgleichen, die sein Abstecher ins riskante Reedergeschäft gekostet hat. Das Interesse von Lonrho-Chef Tiny Rowland hat plötzlich einen alten Kühne-Interessenten alarmiert: Die Lufthansa-Manager wollen nun mitbieten, um den Speditionsriesen nicht ans Ausland zu verlieren.

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