Widrige Winde bei der Bahn
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DER SPIEGEL 30/1988
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Die Bundesbahn kämpft auf ihren teuren Neubaustrecken gegen ein ungeahntes Problem: den Wind. »Wegen Windwarnung«, so melden regelmäßig die internen Transportberichte, »war in den Nachtstunden der Güterzugbetrieb auf der Schnellfahrstrecke Fulda-Würzburg eingestellt.« Zwar können die Züge windgeschützt durch viele Tunnel rollen; dazwischen aber überspannen turmhohe Brücken die Täler. Dort können kräftige Winde, selbst bei langsamer Fahrt, leere Container oder leichte Güter von den Wagen blasen. So wird der Verkehr immer wieder umgeleitet. Die Züge zuckeln dann wie früher auf kurvenreichen alten Strecken durch ruhige Täler.