Wintereinbruch Ölpreise auf Neun-Monats-Hoch
Hamburg - Analysten fürchten, dass sich der Preis pro Barrel in diesem Jahr bei 35 bis 36 Dollar einpendeln könnte. Denn auch ohne die zu erwartende Kälteperiode im Nordosten der USA - dem weltweit größten Heizölmarkt - sind die Vorratstanks Amerikas schon jetzt mit 27 Millionen Barrel weniger als üblich gefüllt.
Die Opec will die Ölfördermenge dennoch nicht erhöhen, um die Preise zu senken. Der schwache Dollar, so sagten mehrere Opec-Minister, rechtfertige den jetzigen Wert. Allerdings ist für den 10. Februar ein außerordentliches Treffen der Mitgliedsländer in Algier geplant, auf dem die Ölminister über die weitere Produktions- und Preispolitik beraten wollen.
Europa bekommt die Preissteigerung bisher nicht so deutlich zu spüren wie die USA. Der Höhenflug des Euro fängt die Teuerung so gut auf, dass die Benzinpreise zu Beginn des Jahres sogar deutlich unter Vorjahresniveau rutschten. Mit 1,04 Euro je Liter Normalbenzin, 1,06 Euro je Liter Super und 85 Cent je Liter Diesel lagen die Preise durchschnittlich um rund vier Cent unter den Werten von Januar 2003.