Wirrwarr: Wie krank sind die Deutschen wirklich? - DER SPIEGEL
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Wirrwarr Wie krank sind die Deutschen wirklich?

Nach Informationen der "Welt" ist der krankheitsbedingte Arbeitsausfall in diesem Jahr so hoch wie lange nicht mehr. Das Bundesministerium für Gesundheit spricht dagegen von der niedrigsten Rate seit 1970.
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Berlin - "Die Welt" hatte sich in ihrer Meldung auf die neueste Statistik des Ministeriums berufen. Demnach hätten die Arbeitnehmer 4,39 Prozent der Sollarbeitszeit gefehlt. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres hatte dieser Wert noch 4,24 Prozent betragen. Dies entspreche insgesamt 1,2 Milliarden Arbeitsstunden oder einer Fehlquote von 4,8 Arbeitstagen.

Am höchsten sei die Krankenstandsquote laut Statistik im Februar gewesen, als die westdeutschen Beschäftigten 5,75 Prozent der Sollarbeitszeit und die ostdeutschen Arbeitnehmer 6,08 Prozent fehlten.

Generell ist in den neuen Bundesländern die Quote mit 4,48 Prozent der Sollarbeitszeit höher als in den alten Bundesländern (4,37 Prozent). Im Westen fehlten die Männer (4,51 Prozent) häufiger als die Frauen, im Osten waren dagegen die Frauen mit 4,52 Prozent häufiger wegen Krankheit abwesend als die Männer (4,46 Prozent).

Ein Sprecher des Bundesministeriums für Gesundheit wollte die Zahlen der "Welt" heute nicht dementieren, präsentierte jedoch seinerseits eine Statistik, die den niedrigsten Kankenstand seit 1970 ausweist. "Wie die "Welt" zu den Zahlen kommt, wissen wir im Moment noch nicht. Möglich ist aber, dass sie stimmen", erklärte er. Von Seiten des Ministerium werde das Zahlenmaterial derzeit ausgewertet. In den nächsten Tagen sei mit einer Antwort die offenen Fragen zu rechnen.