Wirtschaftliche Folgen: Klimawandel nutzt Bauwirtschaft - DER SPIEGEL
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Wirtschaftliche Folgen Klimawandel nutzt Bauwirtschaft

Gebäudesanierungen und Schäden durch extreme Wetterschwankungen: Die Baubranche gehört zu den größten Gewinnern des Klimawandels. Verlierer sind der Verkehrssektor und die Energiewirtschaft mit fossilen Brennstoffen.
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Frankfurt am Main - Außerdem profitieren die Erneuerbaren Energien, der Maschinenbau und die Elektrotechnik von den veränderten Rahmenbedingungen, wie aus einer heute in Frankfurt am Main vorgestellten Klimastudie der Deutschen Bank   hervorgeht. Demnach werden diese Branchen in den kommenden Jahren gleich doppelt vom Klimawandel profitieren. "Die Analyse hat auch gezeigt, dass für viele Branchen die Chancen des Klimawandels seine Risiken überwiegen", heißt es in der Studie. Dies gelte besonders für Wirtschaftszweige, die einen wichtigen Beitrag zur Verlangsamung des Klimawandels und zur Bekämpfung seiner negativen Folgen leisten könnten.

Erneuerbare Energien zählen der Studie zufolge zu den Gewinnern, da sie in den nächsten Jahren weiter von klimapolitisch motivierten Förderprogrammen profitieren. Für die Bauwirtschaft lägen enorme Potenziale in der energetischen Sanierung von Gebäuden. Außerdem könnte die Beseitigung von Schäden nach extremen Wetterereignissen Sonderkonjunkturen auslösen.

Auch Maschinenbau und die Elektrotechnik zählen laut Studie zu den Industriezweigen, die einen Beitrag zur Bekämpfung des Klimawandels leisten könnten. Potenzial sehen die Experten hier vor allem in den Bereichen Klima-, Heizungs- und Lüftungstechnik oder in der Entwicklung von Bewässerungstechnologien, Energiesteuerungsanlagen oder energieeffizienteren Haushaltsgeräten.

Verlierer des Klimawandels seien hingegen vor allem der Verkehrssektor, die Energiewirtschaft mit fossilen Brennstoffen, der Tourismus und das Ernährungsgewerbe. Fossile Energieträger würden sich durch staatliche Maßnahmen tendenziell verteuern. Auch für die Verkehrsbranche erwarten die Experten stärkere staatliche Belastungen. "Im Tourismus ist mit erheblichen regionalen und saisonalen Verschiebungen von Urlauberströmen zu rechnen", heißt es in der Studie. In der Ernährungswirtschaft würden sich die Rohstoffe verteuern, für die Finanzwirtschaft würde die Kalkulation von Risiken schwieriger. "Allerdings eröffnen sich vielfältige neue Geschäftsoptionen, zum Beispiel nachhaltige Investments."

Die Klimaforscher der Deutschen Bank gehen in ihrer Studie von einer Zunahme der weltweiten Durchschnittstemperatur und einem merklichen Anstieg des Meeresspiegels aus. Zudem werde eine Änderung der globalen Niederschläge erwartet. Extreme Wetterereignisse, wie Orkane, Hurrikane, Starkregen und Dürrephasen würden zunehmen.

sam/ddp