Wirtschaftsforscher: "Erhöhte Rezessionsgefahr" - DER SPIEGEL
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Wirtschaftsforscher "Erhöhte Rezessionsgefahr"

Nach Ansicht des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) haben sich die Konjunkturaussichten in Deutschland dramatisch verschlechtert. Vor allem im ersten Halbjahr 2003 befürchten die Experten einen Sturzflug.
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Mannheim - Der Index des ZEW für die Konjunkturerwartungen sei von 23,4 Punkten im Vormonat auf 4,2 Zähler und damit den fünften Monat in Folge gefallen, hieß es in einer Mitteilung des Instituts. Dies signalisiere eine "erhöhte Rezessionsgefahr".

Der Index ist das Ergebnis einer regelmäßigen Umfrage des ZEW unter Analysten und institutionellen Anlegern. Sie werden dabei nach ihren mittelfristigen Erwartungen zur Konjunktur- und Kapitalmarktentwicklung befragt. Der Indikator gibt die Differenz der positiven und negativen Einschätzungen für die künftige Wirtschaftsentwicklung in Deutschland auf Sicht von sechs Monaten wider.

"Die Erwartungen signalisieren einen Sturzflug der Konjunktur in der ersten Jahreshälfte 2003", sagte ZEW-Präsident Wolfgang Franz. Der Index sank erstmals wieder unter das Niveau vom Oktober 2001, dem Monat nach den Terroranschlägen in New York. Volkswirte hatten im Durchschnitt mit einem deutlich geringeren Rückgang auf 22,5 Punkte gerechnet.

Nach Einschätzung des ZEW haben die Unwägbarkeiten der weltpolitischen Lage ebenso wie die Befürchtungen der Finanzexperten über den weiteren Kurs der deutschen Wirtschaftspolitik zu dem schlechteren Ergebnis geführt.