Wirtschaftsforscher Hartz und Stoiber abgewatscht
Berlin - "Mit keinem der beiden Vorschläge kann man zufrieden sein," erklärte der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Klaus Zimmermann. Gebraucht würden mehr Jobs im Niedriglohnbereich, stärkere Arbeitsanreize und neue Wege der Vermittlung.
Im Konzept der Union werde zwar erkannt, dass die Arbeitsmarktprobleme nur durch gute Wirtschaftspolitik gelöst würden, sagte Zimmermann dem Bericht der "Braunschweiger Zeitung" zufolge.
"Aber auch die Arbeitsanreize müssen verstärkt werden, hier drückt sich die Initiative von Stoiber und Späth vor harten Vorschlägen zu Leistungseinschränkungen bei der Arbeitsmarktpolitik." Ungeklärt seien auch Finanzierungsfragen. Die Stoiber-Vorschläge würden "weit über zwei Milliarden Euro kosten und bestenfalls 30.000 neue Beschäftigte bringen".