Wirtschaftsklima Die Konjunktur-Wende bleibt stecken
München - Der Index für Westdeutschland sei von 88,9 Punkten im Februar auf 88,1 Punkte gesunken, teilte das ifo-Institut am Mittwoch in München mit. Damit hat es nach zwei Monaten der Zuwächse einen Rückschlag gegeben.
Volkswirte hatten hingegen mit einem unveränderten Wert gerechnet. "Die Anzeichen der letzten beiden Monate auf eine Wende beim Geschäftsklima in Deutschland haben sich vorerst nicht bestätigt", sagte ifo-Chef Hans-Werner Sinn. Auch in Ostdeutschland sank der Klimaindex von 102,0 Punkten im Februar auf 100,8 Punkte im März.
Insbesondere die Erwartungen für die nächsten sechs Monate hätten sich wieder eingetrübt, so Sinn. Der Rückgang in den Urteilen zur aktuellen Geschäftslage sei dagegen moderat ausgefallen.
Hinter der Gesamtentwicklung verbergen sich nach Einschätzung des ifo-Institutes unterschiedliche Tendenzen in den Einzelbranchen: Das Geschäftsklima im Einzelhandel habe sich erneut verbessert, auch im Bauhauptgewerbe sei die Stimmung positiver. Vor allem im verarbeitenden Gewerbe, aber auch im Großhandel habe sich das Geschäftsklima dagegen leicht verschlechtert.
Das ifo-Institut befragt jeden Monat über 7000 Unternehmen zu ihrer Einschätzung der konjunkturellen Lage und ihrer kurzfristigen Planung. Aus diesen Meldungen zum ifo-Konjunkturtest wird die "Stimmungsvariable" ifo-eschäftsklima abgeleitet. Der ifo-Gechäftsklima-Index der gewerblichen Wirtschaft bezieht die Sektoren Verarbeitendes Gewerbe, Baugewerbe, Groß- und Einzelhandel ein.