Wirtschaftskrise: Philips streicht 6000 Stellen - DER SPIEGEL
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Wirtschaftskrise Philips streicht 6000 Stellen

Die Krise erwischt den Elektronikkonzern Philips mit voller Wucht: Das Unternehmen schreibt tiefrote Zahlen. Nun hat sich der Konzern einen strikten Sparkurs auferlegt - 6000 Jobs fallen weg.
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Amsterdam - Die Zahlen sind miserabel: Im Schlussquartal 2008 lief bei dem niederländischen Elektronikkonzern Philips ein Verlust von 1,47 Milliarden Euro auf, wie das Unternehmen am Montag in Amsterdam mitteilte. Im Vorjahreszeitraum hatte der Konzern noch 1,39 Milliarden Euro verdient, was aber wiederum im Wesentlichen durch Anteilsverkäufe gelungen war. Angesichts der "beispiellosen Geschwindigkeit und Heftigkeit", mit der sich die Wirtschaft abgeschwächt habe, werde Philips keinen näheren Ausblick auf 2009 geben, sagte Konzernchef Gerard Kleisterlee.

Von Oktober bis Dezember war der Umsatz von 8,36 auf 7,62 Milliarden Euro zurückgegangen. Die Konsumelektronik brach ein, aber auch Teile des Lichtgeschäfts litten. Letztgenannte Sparte liefert unter anderem der Autoindustrie zu, deren Verkäufe zum Jahresende drastisch zurückgegangen waren. Die Medizintechnik konnte dagegen ihren Umsatz um fast ein Drittel steigern, was mit an den jüngsten Zukäufen lag.

Die Krise meistern will Philips nun mit strikter Kostendisziplin. Durch die laufenden Sparprogramme und den Umbau des Unternehmens sollen rund 400 Millionen Euro pro Jahr mehr in der Kasse übrig bleiben. Im laufenden Jahr sollen 6000 Arbeitsplätze wegfallen. Deutschland ist jedoch weniger betroffen: "Hier haben wir unsere Hausaufgaben gemacht", sagte ein Deutschland-Sprecher des Unternehmens. Philips   hat die Zahl seiner Mitarbeiter bereits vor kurzem von 128.000 auf 121.000 gesenkt.

Kleisterlee baut den Konzern seit Monaten um. Er hat Philips auf die drei Säulen Konsumeletronik, Lichttechnik und Medizintechnik gestellt und sich von Randgeschäften getrennt. Grundsätzlich will er sich auf Produkte mit höhere Margen konzentrieren. Deshalb hat er neben dem Geschäft mit Fernsehgeräten in Nordamerika auch die Computermonitor-Herstellung abgestoßen. Angesichts der Flaute musste er aber erst im Dezember sein Ziel aufgegeben, den Gewinn bis 2010 zu verdoppeln. Zudem hatte Kleisterlee bereits vor den milliardenschweren Abschreibungen im vierten Quartal gewarnt.

cvk/dpa-AFX/Reuters

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