Wirtschaftskrise: ThyssenKrupp will eine Milliarde einsparen - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Wirtschaftskrise ThyssenKrupp will eine Milliarde einsparen

Alle Ausgaben kommen auf den Prüfstand: Deutschlands größter Stahlkonzern ThyssenKrupp will einem Pressebericht zufolge massiv Kosten einsparen. Das Unternehmen reagiere damit auf zu erwartende Auftragsrückgänge und die sinkende Nachfrage nach Stahl.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Hamburg - Der größte deutsche Stahlkonzern ThyssenKrupp will einem Zeitungsbericht zufolge angesichts der Wirtschaftsflaute seine Kosten massiv drücken. Konzernchef Ekkehard Schulz wolle Einsparungen von rund eine Milliarde Euro erzielen, hieß es in einem Vorabbericht der "Financial Times Deutschland".

ThyysenKrupp-Hochofen in Duisburg: Stahl-Nachfrage eingebrochen

ThyysenKrupp-Hochofen in Duisburg: Stahl-Nachfrage eingebrochen

Foto: DDP

Allein die Verwaltungskosten sollen dem Bericht zufolge um rund zehn Prozent sinken. Schulz werde in den kommenden Tagen hierzu einen großen Kreis von Managern schriftlich auffordern, alle Ausgaben auf den Prüfstand zu stellen, berichtete die Zeitung weiter, ohne ihre Quellen namentlich zu nennen. Demzufolge sollen die Details des Sparplans in dieser Woche festgezurrt werden.

Schulz reagiert damit auf zu erwartende Rückgänge beim Auftragseingang in vielen Teilen des Konzerns, vor allem im Autozuliefer- und Stahlgeschäft, schreibt das Blatt weiter. Die Nachfrage nach Stahl ist in der gesamten Branche seit Mitte Oktober abrupt eingebrochen, da Autokonzerne, Maschinenbauer und Haushaltsgerätehersteller deutlich weniger ordern. Zum Teil sei in der Stahlindustrie sogar von sogenannten negativen Auftragseingängen die Rede: Es gebe keine Bestellungen, aber zusätzlich Stornierungen.

fsc/Reuters/ddp

Mehr lesen über