WM-Rechte ISL vor Verkauf an Canal Plus
Zug - Das Kantonsgericht Zug setzte den Konkurs von ISL, Tochter der ISMM-Gruppe, bis zum 31. Mai 2001 aus. Die Agentur hält die Fernseh- und Marketingrechte außerhalb Europas und der USA für die Weltmeisterschaften 2002 und 2006.
Damit erhält ISL die Möglichkeit, die Übernahme-Verhandlungen mit Vivendi zum Ende zu bringen. Der französische Fernsehsender Canal Plus, Teil des Vivendi-Konzerns, werde ISL übernehmen, teilte das Schweizer Unternehmen am Dienstag mit. Zunächst müssten allerdings die Europäische Kommission und die Gläubiger noch zustimmen.
ISL hatte dem Welt-Fußballverband Fifa 2,8 Milliarden Mark für die WM-Rechte 2002 und 2006 bezahlt. Die Fernseh-Rechte für Europa hält die KirchGruppe. Sie geht nun leer aus. Im Fall des ISL-Konkurses hätte Kirch die zusätzlichen Rechte für 1,4 Millionen Franken kaufen können.
Vivendi plant eine Kooperation mit der zum Bertelsmann-Konzern gehörenden Ufa Sports. Die beiden Partner würden damit im Sportrechte-Handel ein Gegengewicht zur KirchGruppe bilden.