WorldCom-Skandal: US-Börsenaufsicht reicht Klage ein - DER SPIEGEL
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WorldCom-Skandal US-Börsenaufsicht reicht Klage ein

Die amerikanische Wertpapieraufsicht wird gegen WorldCom ein zivilgerichtliches Verfahren wegen Betrugs einreichen. Zudem will SEC-Chef Harvey Pitt bei dem US-Telekommunikationsunternehmen die Auszahlung von Managergehältern unterbinden.
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Washington - Der Antrag auf Eröffnung des Verfahrens sei am Mittwoch bei einem Bundesgericht im Staate New York gestellt worden, sagte Pitt in New York. Die SEC bemühe sich zudem um eine richterliche Anordnung, die es dem Unternehmen untersage, Vermögenswerte zu veräußern, Dokumente zu zerstören und die Gehälter ihrer hochrangigen Führungskräfte zu bezahlen.

WorldCom hatte am Vortag nach Börsenschluss Fehlbuchungen in seinen Geschäftsabschlüssen bekannt gegeben. Demnach ist der in den vergangenen fünf Quartalen ausgewiesene Gewinn um 3,8 Milliarden Dollar zu hoch. Das Unternehmen ist der zweitgrößte Telekomanbieter der USA. Erst vor wenigen Monaten hatte ein Skandal um falsche Bilanzen beim Energiekonzern Enron zur größten Unternehmenspleite der amerikanischen Wirtschaftsgeschichte geführt. Der neuerliche Bilanzskandal führte am Mittwoch weltweit zu einem starken Kursrutsch.

Pitt teilte außerdem mit, dass er eine Anordnung unterzeichnet habe, nach der die Chefs und Finanzchefs der größten US-Unternehmen in Zukunft alle Finanzberichte ihrer Firmen schriftlich abzeichnen müssten. Wegen der Fehlbuchungen hat WorldCom am Dienstag seinen Finanzchef Scott Sullivan entlassen.