WTO-Gespräche: Uno sieht Dritte Welt als Verlierer - DER SPIEGEL
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WTO-Gespräche Uno sieht Dritte Welt als Verlierer

Nach dem Abbruch der Verhandlungen am Wochenende sind die Chancen für eine Wiederbelebung der Welthandelsrunde in Doha auf ein Minimum gesunken. Nach Einschätzung der Vereinten Nationen ist das eine schlechte Nachricht, insbesondere für die Entwicklungsländer.
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Genf - Eine weitere Erleichterung des weltweiten Handels sei enorm wichtig, um Armut und Gesundheitsprobleme wie die Immunschwächekrankheit Aids zu überwinden, sagte der stellvertretende Uno-Generalsekretär Mark Malloch Brown. Ein entsprechendes Abkommen der Welthandelsorganisation (WTO) sei entscheidend, um das Wirtschaftswachstum in den Entwicklungsländern anzukurbeln. Uno-Generalsekretär Kofi Annan habe die Hoffnung nicht aufgegeben, dass die 2001 in Doha gestartete Handelsrunde doch noch gerettet werden kann.

Die Welthandelsgespräche in Genf wurden am Wochenende ohne Einigung abgebrochen. Bei dem Treffen sollten Regierungsvertreter wichtiger Handelsnationen die Einigungschancen im Streit um die Liberalisierung des Welthandels ausloten. Die 2001 in Doha gestartete Verhandlungsrunde ist schon seit Jahren festgefahren. Bei den Gesprächen geht es darum, dass Industriestaaten Entwicklungsländern den Verkauf von Agrarprodukten erleichtern und im Gegenzug bessere Konditionen für den Export von Industrieprodukten erhalten.

mik/Reuters