Wundersame Wertvermehrung - DER SPIEGEL
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EURO Wundersame Wertvermehrung

• aus DER SPIEGEL 16/2003
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Die heiligen Euro sind die härtesten: Tausende standen in der Nacht zum Donnerstag vor den Ausgabestellen der neuen Sonderprägungen - anlässlich des 25-jährigen Dienstjubiläums von Papst Johannes Paul II. Die Szenen erinnerten an einige der spektakulärsten Börsengänge der Geschichte wie den Guinness IPO 1886 oder die Emission der Tom.com-Aktie in Hongkong vor drei Jahren. Nun kam es auch in Rom zu Tumulten, die Leute schubsten und schoben, und einige landeten angesichts der so ganz unheiligen Keilereien sogar im Krankenhaus. Polizisten taten sich schwer, die Menge unter Kontrolle zu halten. Kein Wunder, denn die 65 000 Sets je acht Münzen gab es für nur 15 Euro, im Spiegelglanz-Format kosteten sie 78 Euro. Im Internet aber wurden sie schon am Freitag zwischen 500 und 900 Euro angeboten. Genauso war es schon bei den Anfang 2002 verkauften Standard-Euro: Der Satz von damals kostete zwischenzeitlich bis zu 70 000 Prozent seines Nennwertes. Und wie immer, wenn die Ausgabe knapper Güter quasi zu Geldgeschenken wird, hagelt es Kritik - von allen, die leer ausgegangen sind: Ein erheblicher Teil des Münzangebots war nämlich schon vor Schalteröffnung weggegangen, etwa an Vatikan-VIPs oder an Händler.

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