Yahoo: Bartz erklärt Kooperation mit Microsoft für unnötig - DER SPIEGEL
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Yahoo Bartz erklärt Kooperation mit Microsoft für unnötig

Wende im Übernahmepoker: Yahoo-Chefin Carol Bartz zweifelt nun doch an einer Partnerschaft mit Microsoft im Suchmaschinengeschäft. Der Softwareriese hatte zu Wochenbeginn seine neue Suchmaschine Bing vorgestellt.
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New York - Seit Carol Bartz an der Spitze von Yahoo steht, schien der Konzern einer Partnerschaft mit Microsoft zunächst wieder ein Stück näher zu kommen. Die 60-Jährige zeigte sich offen für Gespräche, neue Verhandlungen wurden anberaumt.

Doch jetzt verpasste die Yahoo-Chefin den Erwartungen an "Microhoo" einen Dämpfer. Zwar könne Yahoo durch eine Partnerschaft ihrer Einschätzung nach 500 bis 700 Millionen Dollar im Jahr einsparen, sagte Bartz auf einer Investoren-Konferenz am Mittwoch. Eine Kooperation im Suchmaschinengeschäft sei für die weitere Gesundheit ihres Konzerns aber nicht erforderlich.

"Yahoo   steht eine strahlende Zukunft bevor", sagte Bartz, "möglicherweise makelloser und einfacher, ohne ständig an irgendwelche Microsoft- Verbindungen zu denken."

Microsoft hatte in dieser Woche eine neue, generalüberholte Suchmaschine unter dem Namen Bing veröffentlicht, die das bislang mäßig erfolgreiche Windows Live Search ablösen soll. Unter den Suchmaschinenanbietern rangiert Microsoft mit 4,8 Prozent Marktanteil weit abgeschlagen hinter Yahoo (rund 15 Prozent). Unangefochtene Nummer eins ist mit mehr als 80 Prozent Marktanteil der Internet-Gigant Google.

Bartz hatte im Januar die Unternehmensführung von dem einstigen Gründer Jerry Yang übernommen. Unter seiner Ägide waren Gespräche mit Microsoft über einen Kauf, eine Übernahme des Suchmaschinengeschäfts oder eine mögliche Kooperation über Monate verschleppt worden - und scheiterten schließlich ganz.

can/ssu/dpa