Yahoo!: Übernahme durch Vivendi? - DER SPIEGEL
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Yahoo! Übernahme durch Vivendi?

Was hat Yahoo!-Gründer Jerry Yang vor? An der Nasdaq wurden die Aktien des Internetportals kurzzeitig vom Handel ausgesetzt - in Erwartung einer wichtigen Mitteilung. Händler reden von einer Übernahme durch Vivendi.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

New York - Die Aktien des Internetportals Yahoo! sind am Mittwoch an der US-Börse Nasdaq rund eine Stunde vom Handel ausgesetzt worden. Händler und Analysten schätzten, dass das Unternehmen entweder eine strategische Allianz mit Vivendi bekannt geben wolle oder aber eine Gewinnwarnung anstehe.

Bis zur Handelsaussetzung um 15.58 Uhr mitteleuropäischer Zeit hatte das Yahoo!-Papier 6,15 Prozent auf 21 Dollar verloren. In Frankfurt wurde der Titel zuletzt um 15.57 Uhr mit einem Abschlag von 9,81 Prozent mit 22,90 Euro gehandelt. Als der Handel in New York wieder aufgenommen wurde, fiel der Kurs weiter auf 20,31 Dollar zurück. Eine Nachricht ließ weiter auf sich warten.

Eventuell werde Yahoo! von Vivendi übernommen, mutmaßte Henry Blodget von Merrill Lynch. Er wäre nicht überrascht, wenn es entsprechende Angebote gebe. Hinsichtlich der Marktkapitalisierung ist Yahoo! mit 11 Milliarden US-Dollar ein Zwerg im Vergleich zu Vivendi (74 Milliarden Dollar).

In letzter Zeit waren neben Vivendi bereits die Medienkonzerne Viacom, Bertelsmann, News Corp und Walt Disney als potenzielle Käufer von Yahoo! ins Gespräch gebracht worden. Ziel aller dieser Unternehmen wäre es, ein Gegengewicht zu AOL-TimeWarner zu schaffen.

Es sei aber auch "vorstellbar", dass Yahoo! sich zu den Technologie-Unternehmen gesellen werde, die die Gewinnerwartungen nicht erfüllen, sagte Blodget. Zuvor hatte das US-Unternehmen bereits einen Auftritt bei der dreitägigen Internet-Konferenz der Investmentbank Merrill Lynch abgesagt. Eine der Führungskräfte von Yahoo! hätte bei der Konferenz am morgigen Donnerstag während eines Dinners sprechen sollen, erklärte ein Merrill-Lynch-Sprecher.