Zahlen mit EC-Karte: Aldi setzt auf Plastikgeld - DER SPIEGEL
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Zahlen mit EC-Karte Aldi setzt auf Plastikgeld

Bisher musste man bei Aldi oder Lidl sogar hochpreisige Artikel wie Computer in bar bezahlen. Jetzt wollen die Discounterketten offenbar das Bezahlen mit EC-Karte möglich machen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Frankfurt am Main - Die Lebensmittel-Discounter Aldi und Lidl wollen nach Informationen der "Lebensmittel Zeitung" den bargeldlosen Zahlungsverkehr einführen. Lidl stehe offenbar wenige Wochen vor der Einführung eines Bezahlsystems mit EC-Karten, berichtet die Fachzeitung in ihrer Freitagsausgabe. Die Entscheidung setze auch den Branchenführer Aldi unter Zugzwang. Während Aldi Süd aber nach eigenen Angaben zunächst weiter auf Bargeld setze, wolle Aldi Nord dem Konkurrenten Lidl offenbar Paroli bieten.

Bei Aldi galt in der Vergangenheit stets der Grundsatz "Bargeld lacht": die Billigkette habe ihre Kunden regelrecht zur Barzahlung erzogen, so die "Lebensmittel-Zeitung". Inzwischen hat Aldi jedoch in zunehmendem Maße auch höherpreisige Produkte aus dem "Non-Food"-Segment im Sortiment, zum Beispiel PCs und Notebooks. Dies dürfte einer der Gründe sein, warum das Essener Unternehmen über die Einführung eines EC-Karten-Systems nachdenkt.

Beide Discounter bevorzugten offensichtlich das Verfahren mit EC- Karte und Geheimnummer, das teurer aber sicherer sei, schreibt die Zeitung. Damit setzten die beiden Ketten den übrigen Handel unter Druck, der wegen der hohen Gebühren mehrheitlich nur die Unterschrift verlange. Nach Ansicht der "Lebensmittel-Zeitung" könnte die Entscheidung von Aldi und Lidl zu Gunsten des PIN-Codes die Position des übrigen Handels bei den Banken schwächen, der nämlich das billigere Karte-plus-Unterschrift-Verfahren bevorzugt. Die Banken indes sind an einer Ausweitung des teureren Verfahrensinteressiert.