Zeitungsbericht: Bundesregierung senkt Wachstumsprognose - DER SPIEGEL
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Zeitungsbericht Bundesregierung senkt Wachstumsprognose

Die Bundesregierung hat ihre Wachstumsprognose einem Zeitungsbericht zufolge nach unten korrigiert. Statt mit den Anfang des Jahres vorausgesagten 1,6 Prozent rechnen die Konjunkturexperten für 2005 demnach nur noch mit einem Plus von einem Prozent. Die Regierung dementierte umgehend.
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Berlin - Für das nächste Jahr erwarte die Regierung ein Wirtschaftswachstum von rund 1,5 Prozent, berichtete die "Welt am Sonntag" ("WamS") unter Berufung auf Regierungskreise. Zudem werde über eine Erhöhung der Rentenbeiträge sowie eine Nullrunde für die Rentner im kommenden Jahr nachgedacht.

Ein Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums wies den Bericht laut der Nachrichtenagentur AP zurück und bezeichnete ihn als "pure Spekulation". Die Frühjahrsprognose werde am 29. April vorgelegt, sagte er.

Der "WamS" zufolge sagt der dafür zuständige interministerielle Arbeitskreis "Gesamtwirtschaftliche Vorausschau" zudem ein Loch in der Rentenkasse voraus. Löhne und Gehälter legten 2005 in der Summe nur noch um 0,5 Prozent zu, rund ein Prozentpunkt weniger als bisher angenommen, weshalb der Alterskasse Beiträge in Milliardenhöhe fehlten. Da die Renten nicht sinken dürfen, sähen die Regierungsexperten als einzige Alternative, das Loch zu stopfen, einen höheren Rentenbeitrag, berichtete die Zeitung. Im Gespräch sei eine Erhöhung um mindestens 0,2 Prozentpunkte. Derzeit liegt der Rentenbeitragsatz bei 19,5 Prozent.

Wegen des flauen Wachstums, so die "WamS" weiter, zeichne sich zudem auch für 2006 eine Nullrunde bei den Renten ab. Derzeit kalkuliere das Sozialministerium für das nächste Jahr mit einer Rentenerhöhung im Westen von 0,27 Prozent, im Osten von 0,35 Prozent.