Zeitungsbericht: Radikaler Sparkurs bei DaimlerChrysler - DER SPIEGEL
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Zeitungsbericht Radikaler Sparkurs bei DaimlerChrysler

Nach dem Produktionsbereich soll bei DaimlerChrysler nun auch in der Verwaltung kräftig gespart werden. Viele der 7000 Arbeitsplätze in der Stuttgarter Zentrale könnten in Gefahr sein.
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Stuttgart - Die DaimlerChrysler AG will ihre beiden Firmenzentralen in Stuttgart und Auburn Hills nach einem Bericht der "Stuttgarter Nachrichten" radikal verschlanken. Die Zeitung schreibt in ihrer Samstagsausgabe, am Standort Stuttgart sei im Verwaltungsbereich eine Kostenreduzierung von 25 Prozent geplant.

Insgesamt sollen in den nächsten zwei Jahren rund 4,3 Milliarden Mark gespart werden. Ähnlich drastisch sollen auch die Kosten für die amerikanische Zentrale in Auburn Hills gesenkt werden.

Im Verwaltungsbereich Stuttgart sind 7000 Mitarbeiter tätig. In Unternehmenskreisen wird befürchtet, dass den Einsparungen auch eine Vielzahl von Arbeitsplätzen zum Opfer fallen könnten.

Konzernsprecher Michael Pfister bestätigte am Freitag die Sparpläne, ohne Details zu nennen: "Es ist richtig, dass wir uns derzeit Gedanken machen, wie wir die Verwaltungskosten in den Zentralen reduzieren können, so wie wir das in der Vergangenheit mehrfach gemacht haben."

Kostenreduzierungen seien bereits in den Produktionsbereichen angelaufen. Deshalb sei es nur konsequent, dass dieses Thema nun auch in den Verwaltungen diskutiert werde. Noch sei "weder etwas entschieden, noch konkret geplant", sagte der Firmensprecher.

Nach Informationen der Zeitung soll die Unternehmensberatung Roland Berger Sparvorschläge vorgelegt haben. Offenbar will der Vorstand diese aber nicht übernehmen und hat deshalb die Bereichsleiter beauftragt, bis September Möglichkeiten zum Sparen vorzulegen.