ZEW-Konjunkturbarometer Finanzexperten hoffen wieder
Mannheim - Mit Zuversicht in den Frühling: Deutsche Finanzexperten sind nicht mehr so pessimistisch wie im Januar, was die Zukunft der deutschen Wirtschaft angeht. Das Stimmungsbarometer des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) stieg im Februar von minus 41,6 Punkten auf minus 39,5 Punkte. Volkswirte hatten im Schnitt mit einen Rückgang auf bis zu minus 45 Punkte gerechnet.
Mit Blick auf die internationale Finanzkrise sagte ZEW-Chef Wolfgang Franz: "Die Banken gehen zurzeit durch das Tal der Tränen, aber die Finanzanalysten rechnen damit, dass in einem halben Jahr wohl das Schlimmste überstanden sein wird." Dies dürfte die Sorgen um die Entwicklung der deutschen Konjunktur mindern. Insbesondere eine fiskalpolitische Stimulierung der Konjunktur sei unnötig - im Klartext: Ein Konjunkturprogramm der Bundesregierung, wie es derzeit häufig gefordert wird, hält das ZEW für falsch.
Die aktuelle konjunkturelle Lage allerdings beurteilten die Befragten wesentlich negativer als noch im Vormonat. Der entsprechende Indikator sank kräftig von 56,6 Punkten im Vormonat auf 33,7 Punkte. Volkswirte hatten mit einem wesentlich moderateren Rückgang auf 51 Punkte gerechnet.
Die Konjunkturerwartungen für die Eurozone hellten sich im Februar leicht auf. Der entsprechende Indikator stieg von minus 41,7 Punkten auf minus 41,4 Punkte. Der Indikator für die aktuelle Konjunkturlage im Euroraum nahm im Februar um 26 Punkte ab und steht nun bei 21,8 Punkten.
ase/ddp/dpa-AFX