Zinsängste: Weltweiter Kursrutsch an den Börsen - DER SPIEGEL
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Zinsängste Weltweiter Kursrutsch an den Börsen

Rund um den Globus geraten die Technologiewerte unter die Räder. In New York brach der Nasdaq-Index um 5,93 Prozent bis auf den tiefsten Stand des Jahres ein. Der Nemax-50 verlor am bis zum frühen Nachmittag mehr als fünf Prozent auf 5624,73 Punkte.
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Frankfurt am Main - Angesichts möglicher Zinserhöhungen in den USA und Europa befürchten Anleger, dass das Wachstum der Unternehmen nachhaltig gebremst werden könnte. Bei den Wachstumswerten herrscht zusätzlich Verunsicherung, seit der Internet-Modehändler Boo.com in der vergangenen Woche seinen Konkurs angekündigt hat. Einige Börsengänge, unter anderem der des E-Mail-Serviceanbieters GMX, wurden daraufhin auf Grund der negativen Marktstimmung verschoben. Die Kurse der Technologie-, Telekom- und Internetunternehmen basieren vor allem auf Zukunftserwartungen und durch steigende Zinsen würde die Entwicklung der jungen Firmen beeinträchtigt werden.

Aber auch der Dow Jones gab in New York um 1,14 Prozent auf 10.422,27 Punkte nach. Der deutsche Aktienindex pendelte um die Marke von 6800 Zählern und lag mit 1,5 Prozent im Minus. Der CAC-40 in Paris verlor 1,58 Prozent, der MIB in Mailand 1,87 Prozent und der Ibex-35 in Madrid 0,68 Prozent. In London lag der FTSE-100 gegen den Trend knapp im Plus.

Auch an der asiatischen Leitbörse in Tokio ging die dramatische Talfahrt der vergangenen Tage weiter. Erstmals seit fast einem Jahr sackte der Nikkei-225 kurzfristig unter die Marke von 16.000 Punkten. Zum Handelsschluss notierte das Kursbarometer einen Verlust von 274,29 Punkten oder 1,7 Prozent beim Stand von 16.044 Punkten. Das ist der niedrigste Stand seit dem 28. Mai vergangenen Jahres. In den zurückliegenden sechs Handelstagen verlor das Kursbarometer damit 8,6 Prozent.

Lars Nicolaysen