ARZNEIMITTEL Zitterpartie für Eichel
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DER SPIEGEL 42/2002
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Mit gemischten Gefühlen muss Berlins Finanzminister Hans Eichel die Bemühungen der rot-grünen Koalition beobachten, die explodierenden Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen für Arzneimittel zu deckeln. Denn einerseits will er sparen, andererseits profitiert er selbst: Nach den neuesten Hochrechnungen geben die Kassen in diesem Jahr 21,78 Milliarden Euro für Pulver und Pillen aus. Die Verschreibungswut der Ärzte beschert der öffentlichen Kasse rund 3 Milliarden Euro Umsatzsteuer. Apotheker kassieren 18,5 Prozent oder rund 4 Milliarden. 59,2 Prozent oder knapp 12,9 Milliarden bekommt die Pharmaindustrie. Der Großhandel lässt sich die Verteilung der Medikamente mit gut 1,8 Milliarden Euro bezahlen.