Zu viel Konkurrenz TUI will Heimatbasis verlassen
Hannover - Ein TUI-Sprecher bestätigte heute entsprechende Berichte der "Hannoversche Allgemeine" und "Neue Presse". "Das steht im Raum. Wir prüfen alle standortpolitischen Optionen. Entschieden ist aber nichts", sagte er. Hannover ist Sitz der mit 34 Maschinen größten TUI-Ferienfluggesellschaft Hapag-Lloyd-Flug. Diese beschäftigt am Flughafen und dem nahe gelegenen Firmensitz rund 1100 ihrer konzernweit 2400 Mitarbeiter.
Vor einigen Tagen hatte zunächst die deutlich kleinere Billigflugtochter Hapag-Lloyd-Express öffentlich gedroht, sie werde ihrer Flüge ab Hannover einstellen, falls easyJet auch aus der niedersächsischen Landeshauptstadt fliegen dürfe. Auch die beiden Billigfluglinien Air Berlin und Gexx erwägen ähnliche Schritte.
Der Flughafen Hannover und dessen Aufsichtsrat hatten am Donnerstag an ihrer Expansionsstrategie und damit auch an den Verhandlungen mit easyJet festgehalten. Der Billigfluganteil in Hannover soll mittelfristig von zehn auf 25 Prozent steigen. Dabei soll allerdings eine unmittelbare Konkurrenz von Flugstrecken neuer und alter Anbieter vermieden werden.