Zu viel zu tun: Opel Bochum braucht Leiharbeiter - DER SPIEGEL
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Zu viel zu tun Opel Bochum braucht Leiharbeiter

6500 Mitarbeiter müssen bei Opel in diesem Jahr ausscheiden, viele davon am Standort Bochum. Derzeit kann sich der Konzern über eine zu geringe Auslastung des Werkes allerdings nicht beklagen. Kurzfristig müssen sogar Fremdkräfte aushelfen.
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Bochum - Der Einsatz der 35 Leiharbeiter habe nichts mit dem geplanten Stellenabbau zu tun, sagte der Betriebsratsvorsitzende Rainer Einenkel. Sie würden im Rahmen einer 2004 geschlossenen Vereinbarung eingestellt.

Ihr zufolge dürften bis zu drei Prozent Fremdkräfte eingesetzt werden, wenn andere Werke keine Hilfe schicken könnten. Aus Kaiserslautern und Rüsselsheim sei keine weitere Unterstützung möglich, hieß es. Man habe auch 2004 Leiharbeiter benötigt.

Die Auslastung im Bochumer Werk sei durch den neuen Astra Kombi und den auslaufenden Zafira sehr hoch. Der neue Zafira könne durch verbesserte Produktionsabläufe in der zweiten Jahreshälfte dann mit weniger Personal gebaut werden, sagte Einenkel.

9500 Stellen will Opel insgesamt abbauen

Der Betriebsrat sieht inzwischen gute Chancen für den langfristigen Erhalt des Bochumer Werks. Der Drei-Schicht-Betrieb sei eine wichtige Voraussetzung, ebenso die fünftürige Astra-Limousine als drittes Modell und der Erhalt der Komponentenfertigung. Diese Forderungen seien in Gesprächen mit dem Management teils erreicht. "Mit dem bisherigen Ergebnis würden wir einen wichtigen Schritt zur Sanierung des Bochumer Werkes über das Jahr 2010 hinaus gehen", sagte Einenkel.

Die Arbeiterschaft muss allerdings harte Sparmaßnahmen erdulden. Im Rahmen der Sanierung sollen an den drei Opel-Standorten Rüsselsheim, Bochum und Kaiserslautern insgesamt 6500 Mitarbeiter über ein Abfindungsprogramm aus dem Unternehmen scheiden. Weitere 3000 sollen in den Vorruhestand gehen.

6000 hätten bereits erklärt, die Abfindung anzunehmen, berichtete die "Welt" am Wochenende. Die übrigen Beschäftigten sollen außerdem auf Tariferhöhungen verzichten. Weiter heißt es in dem Bericht, beim Weihnachtsgeld diskutierten Management und Betriebsrat noch, ob es von 100 auf 70 Prozent abgesenkt oder auf die im Tarif vorgesehenen 55 Prozent heruntergefahren wird.