Zukauf: Deutsche Bank schluckt Norisbank - DER SPIEGEL
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Zukauf Deutsche Bank schluckt Norisbank

Im Bieterkampf um die Norisbank hat sich die Deutsche Bank durchgesetzt. Damit baut der Branchenprimus sein Privatkundengeschäft weiter aus und übernimmt 98 Filialen.
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Frankfurt am Main - Nachdem mehrere Medien bereits über den Kauf berichtet hatten, bestätigte die Deutsche Bank  heute den Deal und nannte als Kaufpreis 420 Millionen Euro für die Zweigstellen des Nürnberger Ratenkredit-Spezialisten.

Damit stärkt Deutschlands größtes Geldhaus zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen durch einen Zukauf sein Privatkundengeschäft und sticht die zuletzt mit im Rennen befindlichen Rivalen Commerzbank   und Citibank   aus. Zuvor hatte die Deutsche Bank die Berliner Bank, eine Tochter der Bankgesellschaft Berlin, für 680 Millionen Euro übernommen.

Die Übernahme umfasse 334.000 Kunden sowie 98 Filialen in 58 Städten, teilte Deutschlands größtes Geldhaus mit. Übernommen werden auch 334.000 Kunden mit einem Kreditvolumen von 1,4 Milliarden Euro und Einlagen in der Höhe von 1,6 Milliarden Euro. "Die Mitarbeiter sowie die Infrastruktursysteme der Norisbank verbleiben bei der DZ Bank Gruppe", heißt es.

Die DZ Bank, die größere der beiden Zentralbanken der Volks- und Raiffeisenbanken, hatte die Norisbank 2003 von der Münchener HVB für über 400 Millionen Euro gekauft. Mittlerweile wird das wichtigste Norisbank-Produkt, der Ratenkredit "easyCredit", in immer mehr Genossenschaftsbanken vertrieben, weshalb eigene Filialen nicht mehr zwingend gebraucht werden.

tim/Reuters/dpa