Zurück zum Auto - DER SPIEGEL
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DAIMLER-CHRYSLER Zurück zum Auto

• aus DER SPIEGEL 8/2000
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

DaimlerChrysler-Chef Jürgen Schrempp verwandelt den Technologiekonzern mit Hochdruck in ein Automobilunternehmen zurück. Nachdem die AEG aufgelöst wurde und die Luft- und Raumfahrttochter Dasa in eine Gemeinschaftsfirma mit der französischen Aerospatiale eingebracht wird, verkaufen die Stuttgarter jetzt auch das Debis Systemhaus, das im vergangenen Jahr 5,7 Milliarden Mark Umsatz erwirtschaftete. In der »short list« der Kaufinteressenten stehen vor allem US-Konzerne, die bereit sind, über acht Milliarden Mark für die Datenverarbeitungsfirma zu zahlen. Debis-Chef Klaus Mangold wehrte sich lange gegen den Verkauf. Er wollte das Geschäft des Systemhauses mit neuen Milliardeninvestitionen ausbauen. Doch Konzernchef Schrempp will Kasse machen und das Geld dann ins Autogeschäft investieren. Er verhandelt weiterhin mit dem PSA-Konzern (Peugeot, Citroën) und Fiat über eine Beteiligung an einem der beiden Kleinwagenhersteller. Die Gespräche sind bislang eher zäh. Die Familie Peugeot, die über 37 Prozent der Stimmrechte verfügt, ist offenbar nicht bereit, einen wesentlichen Teil ihrer Aktien gegen Papiere des DaimlerChrysler-Konzerns einzutauschen. Die Familie Agnelli ist einem Aktientausch eher zu- geneigt. Bei Fiat müsste DaimlerChrysler aber zunächst viel Sanierungsarbeit leisten.

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