Zwischenbilanz: Porsche gut in Fahrt - DER SPIEGEL
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Zwischenbilanz Porsche gut in Fahrt

Porsche ist nicht zu bremsen. Vorstandschef Wendelin Wiedeking stellte bei der Hauptversammlung Rekordabsatzzahlen und ordentliche Gewinne in Aussicht.
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Stuttgart - In den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres erzielte die Sportwagenschmiede nach vorläufigen Zahlen einen Konzerngewinn vor Steuern von 228,9 Millionen Mark - ein Plus von 15,1 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. Für das Gesamtjahr werde mit einem Gewinn mindestens auf Vorjahreshöhe gerechnet, sagte Wiedeking. Der Konzernumsatz habe den vorläufigen Zahlen zufolge um 14 Prozent auf rund 2,91 Milliarden Mark zugelegt. Für das laufende Geschäftsjahr plant das Unternehmen den Angaben zufolge einen auf 46.000 Fahrzeuge erhöhten Absatz.

Die Aktie von Porsche sank zunächst leicht auf 3100 Euro. "Die Zahlen lagen in der Tat leicht unter den Erwartungen", sagte Autowerte-Analyst Georg Stürzer von der HypoVereinsbank in München. "Das liegt fast ausschließlich an den Vorleistungen für die dritte Modellreihe", fügte er an. Im nächsten Quartal werden die Ergebnisse besser ausfallen, prognostizierte Stürzer: Hochwertige Fahrzeuge wie die neue Version des 911 Turbo würden ausgeliefert; auch der Boxster S dürfte weiter für steigende Stückzahlen sorgen.

Wiedeking betonte, dass der Sportwagenhersteller ein unabhängiger Autobauer bleibe. "Porsche wird unbeirrt von allen modischen Trends in einer Welt zunehmenden Gigantismus immer daran arbeiten, seine Selbständigkeit zu erhalten." Fusionen könnten die Identität der beteiligten Unternehmen zerstören und damit den gewünschten Erfolg in weite Ferne rücken lassen.

Er kritisierte erneut die Staatsbeihilfen für die Autoindustrie in Europa scharf. "Sie verzerren den Wettbewerb, weil sie niemals alle gleichermaßen begünstigen." Die Zahlungen beschädigten die Chancengleichheit. Porsche habe noch nie Subventionen bezogen, bekräftigte Wiedeking.